Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie - Lehrstuhl für Medizinische Informatik

Das Institut befasst sich mit Methodenforschung und angewandter Forschung.

In der Med. Informatik liegen unsere Schwerpunkte in den Bereichen Digitale Medizin, Big Data Anwendungen, translationale Informationsverarbeitung sowie Datenintegration. Eng damit verbunden ist der weitere Schwerpunkt Informationssicherheit und Datenschutz.

Das Institut ist derzeit in mehreren großen Projekten aktiv:

Das Institut koordiniert das Konsortium DIFUTURE, das im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF gefördert wird (Gesamtförderung von DIFUTURE: 28,5 Mio. Euro, Förderung von TUM/IMedIS: 8,5 Mio. Euro, über 4 Jahre). DIFUTURE hat  Datenharmonisierung und -integration sowie einen sicheren Datenaustausch zum Ziel.

In  SFB 1321 nutzt das Institut für die Pankreaskarzinoms-Forschung Elemente aus DIFUTURE zur Datenintegration und -analyse und entwickelt diese weiter.

Nach erfolgreicherBeteiligung an verschiedenen EU-Projekten (BioMedBridges, BBMRI-LPC, Tircon) ist IMedIS derzeit an BBMRI-ERIC ADOPT beteiligt.

Aus der Arbeit des Instituts sind Open-Source-Softwarepakete entstanden.

DIS (für Data Integration System, siehe "Data Integration for Future Medicine (DIFUTURE)") ist ein System zur Datenintegration, Sekundärnutzung von Daten und zur Verwaltung von Bioproben, das breite Akzeptanz gefunden hat.
ARX (siehe "ARX - A Comprehensive Tool for Anonymizing Biomedical Data") bietet ein national und international eingesetztes Instrumentarium zur Anonymisierung von Gesundheitsdaten und zur Bewertung von Datenschutz-Risiken. Es entstand aus einer Kooperation der TUM-Lehrstühle für Medizinische Informatik, Informationssicherheit und Datenbanksysteme zwischen 2011 und 2013. Seit 2013 wird die Software unter der Leitung von IMedIS gepflegt und weiterentwickelt.

Im Rahmen des BMBF-geförderten Spitzenclusters m4 war das Institut von 2010 bis 2015 für das Strukturprojekt „Data Integration System” (DIS) verantwortlich. Die dabei entwickelte Software implementiert ein Datenschutzkonzept, das von mehreren Ethikkommissionen positiv bewertet wurde. Sie ist heute als quelloffene Lösung mit kommerziellem Support erhältlich. Von 2012 bis 2016 war das Institut am FP7 Projekt „BioMedBridges” beteiligt, das die Entwicklung von Methoden für die Integration und den Austausch von Daten zwischen 12 ESFRI Forschungsinfrastrukturen zum Ziel hatte. Im Rahmen der Vorbereitungsphase von BBMRI und im Projekt BBMRI-LPC (2013 bis 2017), wurden am Institut Lösungen für die vernetzte Nutzung von Bioproben entwickelt (siehe "Comprehensive catalog of European biobanks").

Die Statistik befasst sich das Institut u.a. mit prognostischen Faktoren, Therapieforschung, klinischen Studien, genetischer Statistik und Epidemiologie.