Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie - Lehrstuhl für Medizinische Informatik

Das Institut befasst sich sowohl mit methodischer als auch angewandter Forschung. In der Informatik liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Digitale Medizin, Big Data in der Medizin, translationale Informationsverarbeitung und Informationsintegration. Hiermit zusammenhängend ergibt sich als weiterer Schwerpunkt des Instituts der Bereich Informationssicherheit und Datenschutz.

Ein wichtiges aktuelles Programm ist die Medizininformatikinitiative des BMBF. Das Konsortium DIFUTURE (Data Integration for Future Medicine) wird vom Institut koordiniert. Im Rahmen des SFB 1321 entwickelt das Institut eine Plattform für die Datenintegration und -analyse für die translationale Forschung zum Pankreaskarzinom. Außerdem ist das Institut am EU Projekt BBMRI-ERIC ADOPT beteiligt. Die quelloffene Datenanonymisierungssoftware ARX ist 2011 aus einer Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Medizinische Informatik, dem Lehrstuhl für IT Sicherheit und dem Lehrstuhl für Datenbanksysteme der TUM hervorgegangen. Sie wird bis heute unter der Leitung des Instituts weiterentwickelt.

Im Rahmen des BMBF-geförderten Spitzenclusters m4 war das Institut von 2010 bis 2015 für das Strukturprojekt „Data Integration System” (DIS) verantwortlich. Die dabei entwickelte Software implementiert ein Datenschutzkonzept, das von mehreren Ethikkommissionen positiv bewertet wurde. Sie ist heute als quelloffene Lösung mit kommerziellem Support erhältlich. Von 2012 bis 2016 war das Institut am FP7 Projekt „BioMedBridges” beteiligt, das die Entwicklung von Methoden für die Integration und den Austausch von Daten zwischen 12 ESFRI Forschungsinfrastrukturen zum Ziel hatte. Im Rahmen der Vorbereitungsphase von BBMRI und im Projekt BBMRI-LPC (2013 bis 2017), wurden am Institut Lösungen für die vernetzte Nutzung von Bioproben entwickelt.

Die Statistik befasst sich das Institut u.a. mit prognostischen Faktoren, Therapieforschung, klinischen Studien, genetischer Statistik und Epidemiologie.